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25.12.2016, 15:33
JensN
Rückblick auf über 20 Jahre RPG

Ca. 1992 habe ich mit 12 Jahren angefangen Rollenspiel zu spielen. Vor allem die Bücher der alten DSA Boxen und kurz darauf von Shadowrun 2 verschlang ich und nahezu jede freie Minute meiner Freizeit widmete ich dem Rollenspiel. Lange Zeit jedoch alleine oder auf Klassenfahrten, aber ohne eine feste Runde.

Meine erste Gruppe fand ich dann 1996. Wir spielten jeden Samstag Shadowrun. Ich übernachtete oft bei meinem Kumpel Uwe und wir redeten noch bis tief in die Nacht über SR. Die Runs waren für heutige Verhältnisse wie auf Schienen und man verbrachte Stunden mit Planen und Kämpfen, die zu der Zeit wirklich unglaublich cool waren.

Anfang der 2000er kamen dann die ersten anderen Gruppen dazu, meist in der World of Darkness. Dies wirkte wie eine phänomenale Verbesserung des Spiels. Immer mehr beschäftigte ich mich damit, wie man „besser“ rollenspielen könnte. Vor allem meine Magusrunde war magisch, im doppelten Sinne des Wortes. Ich war davon sehr begeistert.

Während des Studiums ca. 2005-2007 spielte ich viel D&D3.5 und hatte Pech in einer Runde zu sein, die vor allem durch einen neuen Mitspieler überhaupt nicht mehr zu mir passte. Ich hätte einfach aussteigen sollten, bekam aber gerade das nicht hin und versuchte mich an die Gruppe anzupassen. Dies endete in einem Fiasco und verdarb mir D&D3.5 nachhaltig.

Ab 2007 leitete ich zwei Magus Runden, die beide viel Spaß machten. Überhaupt leitete ich viel und spielte selbst nur noch selten. Neben Magus außerdem Cthulhu und eine nWoD-Runde mit zuerst menschlichen Charakteren, die im SanFrancisco der 60er Jahre angesiedelt war. Diese Runde (2012 — 2015) ist so etwas wie mein Meisterstück als Spielleiter. Mitspieler waren zwei Freunde, die noch aus der alten 1996er Shadowrungruppe stammten, plus später ein weiterer neuer Mitspieler.

Während der letzten Jahre hatte sich mein Leben, durch einige berufliche und gesundheitliche Rückschläge sehr verändert. Es gab einige Rollenspielprojekte die ich nun startete und die scheiterten. Nach den Spielertypen von Robin D. Laws bin ich mittlerweile zu einer Mischung aus Butt-Kicker und Casual Gamer geworden und gerade längere Ermittlungen und Rätsel ermüden mich ungemein.

Ich bin mir recht sicher, dass mir der Metstüchencon im Frühjahr und der Sparrencon ausreichen und werde meine beiden bestehenden Gruppen wahrscheinlich auslaufen lassen und nach den aktuellen Abenteuern aussteigen. Gewissermaßen gibt es dann eine Zeit nach der Ära Rollenspiel.
27.12.2016, 13:54
Der Mönch
Danke für deinen Bericht. Klingt nach einer Art RPG — Burn Out? Lass es dir nicht vermiesen :)
28.12.2016, 01:24
JensN
Ja und ich weiß nicht, warum ich das hier in den Äther puste, aber ich denke eine Pause wäre gut. Vielleicht sogar ein Jahr oder länger keine feste Rollenspielrunde. Könnte ich mal probieren. Worauf ich allerdings Bock habe ist LabLord. Hoffentlich gibt es beim nächsten MSC eine Möglichkeite das zu spielen. Würde zwar auch leiten, aber lieber spielen.
29.12.2016, 08:26
Der Mönch
Jedem das seine :)
29.12.2016, 17:53
Der Mönch
und das meinte ich jetzt nicht negativ, sondern auf das „in den Äther pusten“ bezogen :)
30.12.2016, 20:17
-><-
Mach Dir keine Sorgen, nach meiner fast 30 Jahre langen RPG-Erfahrung zu schließen, kommen auch wieder gute Zeiten :-)
Und das gilt vermutlich nicht nur für's Rollenspielen.

Euch allen ein hervorragendes Jahr 2017

><, aber echt…

1.1.2017, 13:35
Der Mönch
Dir auch ein frohes Neues, und allen anderen auch :)
21.2.2017, 18:54
Sengir
@ JensN

Ich kann das gut nachvollziehen, ich habe auch mal 2 Jahre mit RP pausiert, weil ich einfach andere Prioritäten gesetzt habe und auch wenn mir etwas gefehlt hat war das eine gute Entscheidung.

Durch die gute Braunschweiger Rollenspielszene habe ich viele Systeme kennengelernt und auch wieder Lust auf Rollenspiel bekommen.

Btw. die Magus Runde mit dir als SL (2015) war für mich ein Highlight, musste mal gesagt werden ;)
28.2.2017, 12:27
JensN
Danke. Mir hat Mage auch immer viel Spaß gemacht.

Es ist gar nicht so einfach es mit dem RPG sein zu lassen, nach all den Jahren. In meiner Midgard Runde pausiere ich gerade, mit der Option wieder einsteigen zu können. Die Runde ist gut, aber jeden Donnerstag eigentlich zu oft für mich. Meine längste Runde findet so selten statt, dass es kein Problem ist. Eine neue Vampire-Runde, einmal monatlich, ist angedacht, aber ich ärgere mich manchmal schon etwas, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen, anstatt wirklich mal eine Pause zu machen. Aktuell geben mir Brettspiele und Tabletops einfach mehr und dort bin ich nicht so hin und her gerissen. Es ist wohl wirklich so etwas wie ein RPG-Burnout.

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